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11.09.2016 Bergwanderung über die Innberge
Geschrieben von Michael am Montag, 12. September 2016

Den markanten Hausberg der Kufsteiner, den Pendling, kennt eigentlich jeder, zumindest derjenige, der ab und zu die Bergstiefel schnürt und im bayerischen Alpenvorland wohnt. Aber die Gipfel in südwestlicher Richtung – ebenfalls zu den Brandenberger Alpen zählend – sind ebenso aussichtsreich und bei weitem nicht so überlaufen.

Nachdem einige unserer 11 Bergwanderer schon am Samstag wettkampfmäßig aktiv waren (Berglauf in Schleching, Gemeindelauf in Niedertaufkirchen) war der gut einstündige Anstieg vom Parkplatz Schneeberg (970m) bis zum Höhlensteinhaus (1.233m) gerade ideal um die müden Wanderbeine auf Betriebstemperatur zu bringen. Anstatt sich nach den 250 Höhenmetern eine deftige Brotzeit oder hausgemachte Kuchen auf der sonnigen Terrasse des Höhlensteinhauses schmecken zu lassen, „erklommen“ wir schon den ersten Gipfel: das Feuerköpfl (1.292m), ein kleiner Aussichtsberg mit einem tollen Blick ins Inntal und auf eine faszinierende Bergwelt (Zahmer und Wilder Kaiser, Kitzbüheler Horn, Großglockner, Großvenediger, Hohe Salve, Kitzbüheler Alpen etc.) – wenn die hartnäckige Bewölkung es heute nur zugelassen hätte! Nach kurzer Rast an unserem ersten Gipfelkreuz stand uns mit dem Köglhörndl (1.645m) ein 400m langer schweißtreibender Anstieg auf steilen Serpentinen durch dichten Bergwald bevor. Gott sei Dank spendete der Wald ausreichend Schatten, um die körperlichen Belastungen im erträglichen Maß zu halten. Das letzte Teilstück führte über den langgezogenen Rücken des Köglhörndls bis zum latschenbewachsenen Gipfel selbst. Nach drei Stunden stand uns jetzt wirklich eine ausgiebige Brotzeit zu, um unsere leeren Glykogenspeicher aufzufüllen. Was hätten wir bei besserer Sicht für einen Ausblick genießen können, gut 1.000m über dem Inntal und 70km vom Großglockner entfernt! Nachdem aller guten Dinge drei sind, machten wir uns auf einer Gratwanderung (auch Teil des Tiroler Adlerweges) mit ständigem Auf und Ab und vielen exponierten Talblicken auf dem Weg zum unwesentlich niedrigeren Hundsalmjoch (1.637m). In diesem einstündigen Abschnitt hatten wir auch die Schlüsselstelle am Gänskragen mit einer Drahtseilversicherung und 20 Höhenmetern zu meistern – kein Problem für unsere elf bergwandererprobten, trittsicheren und ausnahmslos fast schwindelfreien Bergfexen, obwohl bei dem ein oder anderen die Handflächen nicht nur von der Sonne angeschwitzt waren. Das Aussichtsbankerl am Aluminium-Gipfelkreuz nutzten wir zu einer weiteren kurzen Getränkepause, um anschließend absteigend zur Hundsalm und über die unbewirtschaftete Köglalm auf einem breiten Fahrweg (und einem kleinen Umweg) wieder nach Schneeberg zu gelangen.

Hinter uns lag 6 ½ Std. anstrengendes Bergwandern – da hatten wir uns die Einkehr im Gasthaus Schneeberg mehr als verdient. Eine wirklich lohnenswerte Entscheidung, denn alle LG-Bergwanderer waren voll des Lobes über das kulinarische Angebot. Sehr empfehlenswert!


» Substance: pragmaMx » Style: Ahren Ahimsa