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Viertages-Bergtouren im Pustertal vom 25. bis 28. Juli 2017
Geschrieben von Michael am Montag, 31. Juli 2017

Unser mehrtägiger Bergwanderausflug nach Reischach (3 km von Bruneck entfernt) im Pustertal war mehr als nur ein Ersatz für die abgesagte Verwallrunde.
Die Schnellsuche von Gerhard nach einer Unterkunft für 10 begeisterte Bergwanderer war ein Volltreffer: Frisch renoviert, sehr geräumig, gut ausgestattet und auch sauber sowie mit Blick auf den über 2.200m hohen Kronplatz. Und auch die Bergtouren waren allesamt fordernd, wiesen tolle Gipfelziele auf, waren aber nicht zu schwer und glänzten durch tolle Ausblicke, vor allem auf die Dolomiten und den Zillertaler Hauptkamm.
Und in der verregneten Woche das Wichtigste: wir hatten durchgehend gutes Bergwanderwetter, auch wenn es nebenan schüttete, donnerte oder blitzte.

Bergwanderung 1. Tag: Mutenock-Putzenhöhe-Rundtour
An unserem Anreisetag gönnten wir uns eine sehenswerte sechsstündige Rundtour in den Pfunderer Bergen mit drei schönen Gipfeln. Vom Parkplatz Gelenke erreichten wir nach schweisstreibenden 900 Höhenmetern den Gipfel des Mutenock (2.484m), der uns atemberaubende Blicke auf den nördlich liegenden Zillertaler Hauptkamm (u.a. Hochfeiler, Großer Möseler, Großer Löffler) bescherte. Nach wohlverdienter Brotzeit folgten wir dem Pfunderer Höhenweg über die Zwölferspitze (2.351m) auf einer wunderschönen Kammwanderung und weiteren gut 300 Höhenmetern zur Putzenhöhe (2.438m). Allerdings "bedrohten" uns rundrum dunkle, aufziehende Wolkenberge, die sich aber doch eher im Pustertal ergossen. Abwärts ging es über den Grünbachsee (ein Bad im See konnte sich jeder verkneifen - die einen leichter, die anderen haderten mit der ausbleibenden Sonne) zu unserer Einkehr in der Moarhofalm (1.833m). Nach Stärkung mit Apfelstrudel und Cappuccino und einem Regenschauer führte uns ein Fahrweg zurück zum Parkplatz.
Jetzt waren wir schon gespannt, wie unsere Ferienwohnung in Reischach in Natura aussah - gut 45 Min. Fahrzeit trennte uns noch.

Bergwanderung 2. Tag: Piz da Peres-Dreifingerspitze-Rundtour vom Furkelsattel
Nach ausgiebigem Frühstück in unserer geräumigen Ferienwohnung starteten wir vom Furkelsattel (ca. 1.700m) zu einer ebenfalls großartigen Rundtour über den Piz da Peres und der Dreifingerspitze. Bis zur Bergstation des Pre da Peres (2.015m) kamen wir durch den ungemein steilen Anstieg schon mal gehörig ins Schwitzen und durchaus etwas außer Atem. Anschließend wurde der Pfad ebener und an einem Wegkreuz machten wir mit der zerklüfteten Felslandschaft im Hintergrund die obligatorischen Gruppenfotos. Nun folgte der ausgesetztere Teil des Aufstiegs, der - ohne Seilversicherungen - durchaus Trittsicherheit notwendig machte. Nicht alle konnten die leichte Felskletterei so richtig genießen - insbesondere den atemberaumenden Tiefblick. Nach knapp 800 Höhenmetern ging es schließlich über einen Grasrücken unschwierig zum Gipfel des Piz da Peres (2.508m). Nach einer kleinen Stärkung führte uns der Weg über einen Grashang zur Dreifingerscharte (2.330m) und weiter mit rd. 200m Höhenmeter auf die Dreifingerspitze (2.479m), die ihren Namen zu Recht trägt. Für unseren Abstieg wählten wir den Weg über den Hochalmsee, der uns zu einer weiteren Stärkung einlud. Über die Lapedurscharte und wunderschöne Almflächen geleitete uns ein schmaler Steig auf die Nordseite der beiden bestiegenen Gipfel und durch mehrere Kare zurück zum Furkelsattel.
Den Rückweg über Olang nutzte Gerti zum Kauf von Wanderschuhen und alle zu einer Einkehr im Ortscafe.

Bergwanderung 3. Tag: Große Hochalpenrunde mit Hochalpenkopf
Nach dem leckeren Südtiroler Abend konnten wir am vorletzten Tag unseres Bergurlaubs uns an eine 8-Stunden-Tour heranwagen. Vom Pragser Wildsee (1.494m) ging es zunächst mäßig steil bergan, wobei wir jedoch stellenweise unseren Weg gegen Fleckvieh erst noch erkämpfen mussten, anschließend nahm die Steigung rasant zu. Über die Kaserhütte gelangten wir an den Pragser Furkel (2.225m) und nahmen den letzten 300m hohen Wiesenaufschwung zu unserem heutigen Gipfel, den Hochalpenkopf (2.542m). Ein grandioser Ausblick auf die Dolomiten wie auch der Tiefblick ins Pustertal begeisterten uns. Aber: Wie schon die letzten Tage ist das Brotzeitmachen am Gipfel selbst meist schwierig, da sich entweder die Schafe oder Kühe diesen Platz bereits für ihr "Geschäft" ausgesucht haben. Trotzdem haben wir uns unsere selbstzubereitete Brotzeit schmecken lassen. Zurück zur Furkel ging es für uns in einem leichten Auf und Ab am Fuße des Maurerkopfes und des Flatschkofels zum Lapaduresjoch und hinab zu den wunderschön gelegenen Hochalpenhütten. In Anbetracht der traumhaften Lage und den verschiedenen Nutztieren auf der Alm (Schweine, Ziegen, Federvieh, Pferde) gönnten wir uns eine kleine Kaffee- und Kuchenpause. Ade war ganz begeistert vom selbstgebackenen Brot und nahm einen Laib für unser nächstes Frühstück mit. Die Kaffeepause mussten wir zwar wetterbedingt nach innen verlegen, aber so konnten wir einem stärkeren Regenschauer bequem entgehen. Zunächst auf einem Steig steil bergab ging es schleißlich auf breiterem Weg durch das Grünwaldtal zum Pragser Wildsee. Zwei unserer Bergwandergruppe (Ingrid und Gerhard) nahmen noch ein extrem kühles Bad in dem traumhaft gelegenen grünen See. Erfrischung pur! Nach einer halben Seeumrundung erreichten wir schließlich wieder unsere PKWs auf dem durchaus teuren Parkplatz (Tagesgebühr 12 €).

Bergwanderung 4. Tag: Tiefrastenhütte mit Kempspitze
- Bericht folgt -

Bilder sind bereits online.
» Substance: pragmaMx » Style: Ahren Ahimsa