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Artikel zur Kategorie: Bergwandern


Geschrieben von Michael am Montag, 12. September 2016

Den markanten Hausberg der Kufsteiner, den Pendling, kennt eigentlich jeder, zumindest derjenige, der ab und zu die Bergstiefel schnürt und im bayerischen Alpenvorland wohnt. Aber die Gipfel in südwestlicher Richtung – ebenfalls zu den Brandenberger Alpen zählend – sind ebenso aussichtsreich und bei weitem nicht so überlaufen.

Nachdem einige unserer 11 Bergwanderer schon am Samstag wettkampfmäßig aktiv waren (Berglauf in Schleching, Gemeindelauf in Niedertaufkirchen) war der gut einstündige Anstieg vom Parkplatz Schneeberg (970m) bis zum Höhlensteinhaus (1.233m) gerade ideal um die müden Wanderbeine auf Betriebstemperatur zu bringen. Anstatt sich nach den 250 Höhenmetern eine deftige Brotzeit oder hausgemachte Kuchen auf der sonnigen Terrasse des Höhlensteinhauses schmecken zu lassen, „erklommen“ wir schon den ersten Gipfel: das Feuerköpfl (1.292m), ein kleiner Aussichtsberg mit einem tollen Blick ins Inntal und auf eine faszinierende Bergwelt (Zahmer und Wilder Kaiser, Kitzbüheler Horn, Großglockner, Großvenediger, Hohe Salve, Kitzbüheler Alpen etc.) – wenn die hartnäckige Bewölkung es heute nur zugelassen hätte! Nach kurzer Rast an unserem ersten Gipfelkreuz stand uns mit dem Köglhörndl (1.645m) ein 400m langer schweißtreibender Anstieg auf steilen Serpentinen durch dichten Bergwald bevor. Gott sei Dank spendete der Wald ausreichend Schatten, um die körperlichen Belastungen im erträglichen Maß zu halten. Das letzte Teilstück führte über den langgezogenen Rücken des Köglhörndls bis zum latschenbewachsenen Gipfel selbst. Nach drei Stunden stand uns jetzt wirklich eine ausgiebige Brotzeit zu, um unsere leeren Glykogenspeicher aufzufüllen. Was hätten wir bei besserer Sicht für einen Ausblick genießen können, gut 1.000m über dem Inntal und 70km vom Großglockner entfernt! Nachdem aller guten Dinge drei sind, machten wir uns auf einer Gratwanderung (auch Teil des Tiroler Adlerweges) mit ständigem Auf und Ab und vielen exponierten Talblicken auf dem Weg zum unwesentlich niedrigeren Hundsalmjoch (1.637m). In diesem einstündigen Abschnitt hatten wir auch die Schlüsselstelle am Gänskragen mit einer Drahtseilversicherung und 20 Höhenmetern zu meistern – kein Problem für unsere elf bergwandererprobten, trittsicheren und ausnahmslos fast schwindelfreien Bergfexen, obwohl bei dem ein oder anderen die Handflächen nicht nur von der Sonne angeschwitzt waren. Das Aussichtsbankerl am Aluminium-Gipfelkreuz nutzten wir zu einer weiteren kurzen Getränkepause, um anschließend absteigend zur Hundsalm und über die unbewirtschaftete Köglalm auf einem breiten Fahrweg (und einem kleinen Umweg) wieder nach Schneeberg zu gelangen.

Hinter uns lag 6 ½ Std. anstrengendes Bergwandern – da hatten wir uns die Einkehr im Gasthaus Schneeberg mehr als verdient. Eine wirklich lohnenswerte Entscheidung, denn alle LG-Bergwanderer waren voll des Lobes über das kulinarische Angebot. Sehr empfehlenswert!

Geschrieben von Michael am Donnerstag, 08. September 2016

Am kommenden Sonntag, 11. September 2016 biete ich folgende Bergwanderung an. Gebt mir bitte bis Freitag (9.9.) unter Tel. 08631/4983 oder m.haferkorn@t-online.de eine kurze Rückinfo, sofern Ihr dabei sein wollt. Ich freue mich auf viele Teilnehmer von Euch und herrliches Wanderwetter.
Bitte Brotzeit (und natürlich ausreichend Getränke) für Rast auf dem Köglhörndl mitnehmen.

Tour für Sonntag, den 11. September: Feuerköpfl + Köglhörndl + Hundsalmjoch (Brandenberger Alpen, über die Innberge)

Treffpunkt: Mettenheim, Parkplatz an der Waldstraße

Abfahrt: 7.00 Uhr                                            Rückkehr: ca. 17.30 Uhr

Fahrtdauer: 1 ½ Std.

Ausgangspunkt, Parkplatz: Gasthaus Schneeberg (Thiersee, Ortsteil Mitterland); Parkplatzgebühr 3 €, davon können 2 € im Gasthaus eingelöst werden.

Gipfel: Feuerköpfl (1.292m), Köglhörndl (1.645m), Hundsalmjoch (1.637m)

Höhenmeter: ca. 900m 

Parkplatz Gasthaus Schneeberg (980m) über Jochalm (1.290m) zum Feuerköpfl (1.292m) und weiter zum Höhlensteinhaus (1.230m) in ca. 1 ½ Std.

Aufstieg vom Höhlensteinhaus zum Köglhörndl (1.645m) in ca. 1 ½ Std.

Gratwanderung vom Köglhörndl zum Hundsalmjoch (1.637m) in ca. 1 Std. – Achtung: ca. 20 min. vor dem Hundsalmjoch beim „Gänskragen“ (1.530m) ist ein kleiner steiler Abstieg durch Drahtseile gesichert (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich).

Abstieg vom Hundsalmjoch zur Hundsalm und weiter über Köglalm zum Parkplatz Schneeberghaus (ca. 2 ½ Std.)

Gehzeit: ca. 6 ½ Std.

Einkehr: Höhlensteinhaus, Gasthaus Schneeberg (Parkplatz)

Tourenführer: Michael

 

Geschrieben von Michael am Donnerstag, 01. September 2016

Anna hat von unserer 5-tägigen Dolomitentour eine mehr als 30-minütige Bildershow erstellt, die wir uns gerne anschauen wollen. Hierzu treffen wir uns am Freitag, den 2. September 2016 um 19 Uhr beim Kreuzerwirt in Mettenheim (im Kreuzerstüberl).
Anschließend gibt es zur Einstimmung noch ein paar Bilder zur im kommenden Jahr (vorauss. 23. bis 28. Juli 2017) geplanten 5-Hüttentour im Verwall.
Alle Dolomitenteilnehmer und Interessierte sind herzlich eingeladen.
Geschrieben von Michael am Montag, 15. August 2016

Liebe LG-Bergwanderer,

nach unseren wunderschönen Dolomitentour im Juli d.J. planen wir für kommendes Jahr wieder einmal eine Hütte-zu-Hütte-Tour, diesmal im Verwall, d.h. südlich von St. Anton am Arlberg.

Terminlich ist die 5-Hüttentour vom Sonntag, 23. Juli bis Freitag, 28. Juli 2017 vorgesehen, aber natürlich abhängig, ob wir die entsprechenden Übernachtungsmöglichkeiten in den fünf Hütten auch tatsächlich bekommen.

Die Verwallrunde ist insgesamt eine mittelschwere Bergwanderung, die sowohl Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (mit einigen Drahtseilpassagen) erfordert. Zudem ist sehr gute Kondition Voraussetzung. Es handelt sich um eine alpine Hochtour, d.h. auch im Juli muss mit Schnee und Minustemperaturen gerechnet werden.

Den geplanten Tourenablauf für unsere Bergwoche habe ich Euch unten stehend kurz zusammengefasst.

Einige Bilder von der Runde stellen wir Euch auch bei unserem Dolomitentreffen (vorauss. am 2. Sept. 2016 beim Kreuzerwirt inMettenheim) vor.

Nachdem ab 20. September schon die Hütten (3 Hütten liegen über 2.300m) schließen, würde ich schon gerne Mitte September die Übernachtungsmöglichkeiten reservieren.

Teilt mir bitte bis 15. Sept. 2016 unter 08631/4983 oder m.haferkorn@t-online.de mit, ob Ihr im kommenden Jahr auf unserer Verwallrunde dabeisein wollt.



Ablaufplanung für 6-tägige Verwallrunde 2017

 

23. Juli 2017:

·      Abfahrt in Mettenheim, Waldparkplatz (Fahrtzeit: ca. 3 ½ Stunden).

·      Ankunft in Pettneu a. Arlberg (am Wellnesspark, direkt nach der Abfahrt von der Schnellstraße).

·      Aufstieg von Pettneu (1.122m) durch das Malfontal zur Edmund-Graf-Hütte (2.375m) in ca. 3 Std. (1.250m   ).

·      Gipfel (optional): Von der Edmund-Graf-Hütte auf den Südgipfel des Hohen Rifflers (3.165m) über eine gute Steiganlage in 2 ½ Std.; ggf. Übergang noch zumNordgipfel (3.168) in ¼ Std. (800m   ).

·      Rückkehr (2 Std.) zur Hütte (800m  ).

·      Übernachtung Edmund-Graf-Hütte (ÖAV), ggf. Halbpension.

 

24. Juli 2017:

·      Von der Edmund-Graf-Hütte auf dem Rifflerweg über die Schmalzgrubenscharte (2.697m) und Kieler Weg zur Niederelbehütte (2.310m) in ca. 5 Std. (500m   , 550m  ).

·      Hüttengipfel (optional): Kappler Kopf (2.404m); ½ Std. ab Niederelbehütte über Hoppe-Seyler-Weg in Richtung Kieler Wetterhütte mit herrlicher Rundsicht.

·      Rückkehr (½ Std.) zur Hütte (100m  ).

·      Übernachtung Niederelbehütte (DAV), ggf. Halbpension.

 

25. Juli 2017:

·      Von der Niederelbehütte auf Sepp-Jöchler-Weg über das Seßladjöchli (2.749m) vorbei am Stausee im Moostal zur Darmstädter Hütte (2.384m): 800 Hm  ; 750 Hm ; 4 ½ Std.

·      Hüttengipfel (optional): Saumspitze (3.039m); Gehzeit ab Darmstädter Hütte: 2 ¼ Std. (650m  ), anspruchsvolle Gipfelbesteigung.

·      Übernachtung Darmstädter Hütte (DAV); ggf. Frühstücksbuffet.

 

26. Juli 2017:

·      Von der Darmstädter Hütte auf dem Apothekerweg über das Kuchenjöchli(2.730m; Drahtseilpassage) zur Konstanzer Hütte (1.688m mit 350 Hm  ; 1.050 Hm  ; 4 - 5 Std.

·      Gipfel (optional): Scheibler (2.978m); Gehzeit ab Kuchenjöchli: ¾ Std.; 250m

·      Übernachtung Konstanzer Hütte (DAV).

 

27. Juli 2017:

·      Von der Konstanzer Hütte auf dem Reutlinger Weg über Gstansjöchli(2.573m) und Krachenjoch (2.650m) zur Kaltenberghütte (2.089m; 1.100 Hm   und 700 Hm   ) in ca. 6 ½ Std.

·      Gipfel (optional): Krachelspitze (2.686m); Gehzeit ab Krachenjoch 10 Min.

·      Hüttengipfel (optional): Maroiköpfe (2.522m und 2.529m).

·      Übernachtung Kaltenberghütte (DAV).

 

28. Juli 2017:

·      Von der Kaltenberghütte auf Berggeistweg (300 Hm  ; 650 Hm   ) in ca. 3 ½ Std. nach St. Christoph a. Arlberg (1.796m).  

·      Gipfel (optional): Wirt (2.339m), Peischelkopf (2.412m), Knödelkopf (2.400m).

·      Rückfahrt mit Postbus von St. Christoph nach Pettneu mit Umsteigen in St. Anton.

·      Rückfahrt mit Privat-PKW von Pettneu in ca. 3 ½ Std. (270km) nach Mettenheim, Waldstraße.

 

Geschrieben von Michael am Donnerstag, 21. Juli 2016

Siebzehn Bergwanderer starteten am 11. Juli um mit den Sextemer Dolomiten ein faszinierendes Gebirge mit den weltberühmten Drei Zinnen und der Sextener Sonnenuhr (mit Neuner, Zehner, Elfer, Zwölfer und Einser) zu ersteigen. Dank Tourenführer Karl hatten wir neben den sportlichen und optischen Berg-Highlights morgens - und abends (5-Gänge-Menü) auch noch kulinarische Genüsse zu verarbeiten. In dieser Woche stimmte das Gesamtpaket! Aktivurlaub vom feinsten!
Tag 1: Früh aufstehen, denn bereits um 7 Uhr starteten wir von Mettenheim (Wanderparkplatz) über Marquartstein – Kössen – Kitzbühel – Pass Thurn – Mittersill – Felbertauernpass nach Lienz. Nicht nur früh aufstehen hieß es, sondern auch die Kleidung sollte schon stimmen, denn unser erstes Bergziel hieß „Böses Weibele“ (2.521m) und war von Lienz aus zunächst mit dem PKW über die Pustertaler Höhenstraße bis zum Parkplatz Hochsteinhütte (1.980m) und anschließend per pedes an der Hochsteinhütte (2.023m) und dem Hochstein (2.057m) vorbei zu erreichen. Bei tollem Sommerwetter und mit etwas Wind ließ es sich für uns am unschwierig zu erreichenden Gipfel in den Villgratner Bergen bei kleiner Brotzeit und tollem Bergblick (u.a. auf die Lienzer Dolomiten) wunderbar rasten und ratschen. Der 1. Gipfel war geschafft (leider kein Höhenrekord für Paul – noch nicht!) – und jetzt ging es ja erst in die Dolomiten.
Tag 2: Nach leckerem und üppigem Abendessen und kräftiger Stärkung am Morgen starteten wir frühzeitig vom Parkplatz Fischleinboden (Val Fiscalina – „Tal, welches dem königlichen Fiskus gehört“) zum ersten Tourenziel „Drei-Zinnen-Hütte“, denn für den frühen Nachmittag waren schon erste Gewitter angekündigt. Der 2 ½ stündige Aufstieg durchs Altensteintal mit rd. 1.000 HM war zwar schweißtreibend, aber die grandiose Bergwelt belohnte uns mit immer neuen Ausblicken, die es zu bestaunen gab. Leider hatte der Wetterbericht nicht ganz recht, denn das erste Gewitter ging schon kurz nach 10 Uhr auf uns nieder – die letzten Meter vor der Drei-Zinnen-Hütte (2.405m) galt es sich gegen den Regen und den starken Wind zu stemmen und Meter und Meter der Schutz bietenden Unterkunft zu nähern. Klar war, dass alle Bergsteiger so dachten, entsprechend überlaufen ging es zu. Kaum Platz um Wanderstöcke und Rucksack abstellen und schon gar kein Platz die regennassen Wandersachen aufhängen zu können. Was solls: wir sind im Warmen und es gibt einen Cappuccino oder Schwarztee, auch mit einem Stückchen Kuchen garniert. Nach der Wetterbesserung trennte sich unsere Gruppe: die Vorsichtigen (u.a. mit Paul, der wieder seinen Rekord nicht verbessern konnte) stiegen wieder hinab zur Talschlusshütte und waren gegenüber dem Wirt nicht unhöflich (und gingen nicht vorbei!), die selbsternannte Leistungsgruppe nahm noch die komplette Sextener Wanderrunde (und einige sogar noch die Oberbachernspitzen, 2.678m) unter die Füße.
Tag 3: Was die Leistungsgruppe (LG) kann, kann die andere Gruppe (LG=“Looser Gruppe“?) auch! Aber zunächst durften wir auf frühes Aufstehen verzichten, denn am frühen Morgen waren noch ergiebige Regenfälle angesagt, die auch beinahe so kamen. Gestärkt und ausgeruht starteten wir vom Parkplatz Fischleinboden zur TOP-Tour „Rund um den Einser“ mit knapp 1.200 Höhenmetern und auf 18 km Länge verteilt, doch heute im Uhrzeigersinn, also Aufstieg entlang des Bacherntals – auch zur Erinnerung für Ingrid, Manuela und Ludwig an ihren Drei-Zinnen-Lauf vor ein paar Jahren. Hermine nannte unsere heutige Spitzentour auch "3-Cappuccino-Tour", denn gleich drei bewirtschaftete Schutzhütten boten sich zur Rast an, wovon wir auch Gebrauch machen wollten und mussten. Nach 800 Höhenmetern und zwei Stunden Gehzeit erreichen wir vor dem ersten kräftigen Schauer die Zsigmondyhütte (2.224m), benannt nach einem Wiener Alpinisten, der im Alter von nur knapp 24 Jahren bei der Ersteigung der Meije-Südwand im Jahr 1885 verunglückte. Dem doch ausgiebigen (wegen eines Schauers) ersten Hüttenrast folgte ein Gruppenbild zum Teil im LG-Shirt, das unseren externen Fotografen veranlasste, die Abkürzung „LG“ mit „Liebes-Gemeinschaft“ zu entziffern. Den dunklen Wolken zum Trotz wanderten wir auf einem ehemaligen Kriegsweg über die Oberbachernalm ins Oberbachernjoch (2.519m) weiter Richtung Büllelejochhütte (2.528m). Einige unserer Leistungsgruppe brauchten kurz vor der Hütte noch dringend einen Klettersteig und stiegen in Serpentinen über ein Geröllfeld zur Zwölferscharte und über den Kamm mittels gesichertem Kriegssteig der Alpini zur dann ersehnten Hütte - Gewitterschauer, starker Wind und ein Temperatursturz machten den Klettersteig wahrlich nicht zu einem Vergnügen. Auch die übrige LG-Gruppe schaffte es trotz „Tempomacher“ Paul nicht trocken zur privaten Schutzhütte, Gott sei Dank gibt es guten Regenschutz. Aber zu feiern gab es auch was: Paul hatte ihn endlich – seinen Höhenrekord: der Hohe Göll (2.522m) ist passé – es lebe die Büllelejochhütte (2.528m)! Nach warmen Getränken und warmen Speisen ging es zusammen mit den letzten Regentropfen weiter über das Büllelejoch und quer zu den Geröllhängen an den Frankfurter Würstl und dem Paternkofel vorbei zur uns schon bekannten Drei-Zinnen-Hütte. Aber was für ein Ausblick auf die „Drei Zinnen“, die so einfach aus einem Geröllboden der Langen Alm bis zu 600m emporsteigen. Natürlich war in der Drei-Zinnen-Hütte etwas Stärkung angesagt, aber dunkle Gewitterwolken zogen mehr und mehr auf, was uns schließlich doch zu einem überaus schnellen Rückweg zur Talschlusshütte veranlasste. Aber bereits einige Minuten nach Aufbruch, öffnete der Himmel seine Schleusen und es gab kein Halten mehr. Es schüttete wie aus Kübeln – aber wie gesagt, es gibt gute Regenkleidung – nur in unsere Bergschuhe lief es sogar von oben hinein. Für alle galt: möglichst schnell ins Hotel Schönblick und entweder unter die Dusche oder zunächst doch erst noch in die Sauna!
Tag 4: Gestriger Wettersturz mit frostigen Temperaturen und einer Schneefallgrenze von nur mehr 1.800m veranlassten uns für die heutige Tour „nur“ eine Almwanderung mit tollen Aussichten auf die „Sextener Sonnenuhr“. Vielleicht aber war auch der Grund, dass die Bergschuhe nicht wieder trocken wurden? Ziel war die Alpe-Nemes-Hütte (1.877m) in unmittelbarer Nähe der Grenze von Südtirol zur Provinz Belluno und am Fuße des Monte Rosso. Das diese mehr als 5-stündige Tour auch knapp 800 Höhenmeter aufzuweisen hat, merkten wir von Beginn an. Steil gings nach oben – der Schweiß strömte, aber insbesondere für die Tierwelt blieb ausreichend Zeit: Almsalamander, Weinbergschnecken, Esel, Ponys und Pferde gab es zu bestaunen und zu fotografieren. In den Almgebieten unterhalb des Karnischen Hauptkamms um Helmhanghütte und Klammbachhütte scheint die Welt also noch in Ordnung zu sein. Die Hütten durften zwar nicht zur Stärkung herhalten, denn Ziel war die beliebte Alpe-Nemes-Hütte, die das auf den Tisch bringt, was die Almwirtschaft liefert. Der im Tourenbuch beschriebene Rückweg nach Moos schien uns zu banal. Die beiden Alternativen für den Rückweg waren eine Wanderung unterhalb der mächtigen Felsabstürze der Rotwand oder über den Seikofel (1.908m) mit einem Naturlehrpfad und einem Auerhahnbalzplatz. Aber wie es so ist: die Abzweigung zum favorisierten Seikofel fanden wir leider nicht, da wir schon zuvor – auf den im Tourenbuch beschriebenen Weg nach Moos – einbogen. Dafür war uns eine herrliche Almwiese entlang des Almbachs mit vielen, vielen Pferden, Kühen und auch einigen Alpakas vergönnt. In Moos blieb uns heute auch noch Zeit für etwas Shopping bzw. für eine Cappuccino auf der Hotelterrasse mit Blick auf das Einsermassiv.
Tag 5: Mal was Neues! An unserem Abschiedstag gönnten wir uns eine Seilbahnfahrt zur Helm-Bergstation (2.041m) und somit 700 Höhenmeter bzw. zwei Stunden schweißtreibenden Fußmarsch. Aber es war kühl, sehr kühl und ungemein windig. Wetterjacke, ja sogar Handschuhe und Fleece-Mütze wurden aus dem Rucksack gepackt. Aber der grandiose und klare Ausblick auf die Sextener Dolomiten entschädigte die spätherbstlichen Temperaturen. Leider lagen die Hohen Tauern etwas in den Wolken. Über Hahnspielhütte ging es auf den Gipfel des Helm (2.434m) mit großem Bergpanorama, weiter zur Sillianer Hütte (kurze Einkehr und mit traumhaften Blick auf zwei der „Drei Zinnen“) und auf dem Karnischen Höhenweg folgend auf den Hornischegg (2.550m – da war doch was? Genau – erneut neuer Höhenrekord für Paul!). Nach unserem letzten Gipfel führte uns ein 600m-Abstieg über die Südflanke des Honischeggs (mit Murmeltier-Fotostopp) zur Klammbachhütte (1.950m), die wir heute – im Gegensatz zu gestern – nicht verschmähten. Mit sowohl österreichischen als auch südtiroler Spezialitäten gestärkt ging es über Negerdorf und der ehemaligen Festung Mitterberg in 1 ½ Std. hinab nach Sexten zur Helmbahn. (Bericht Michael)

Großen Dank an Karl, der die Bergwoche super organisiert hat. 
Bilder der 5 Tage sind online.
Geschrieben von Michael am Samstag, 25. Juni 2016

Die Tour am 26. Juni fällt aus!
Aufgrund der regnerischen Wettervorhersage für den morgigen Sonntag habe ich - schweren Herzens - unsere Wanderung über die Innberge abgesagt! Besser gesagt: auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
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Nachdem die vorgesehene Lattengebirgsüberschreitung aus technischen Gründen (Predigtstuhlbahn fährt leider nicht) nicht möglich ist, darf ich Euch eine alternative Bergwanderung, auch zur Vorbereitung auf unsere Dolomitentour anbieten: Am 26. Juni soll es - gutes Bergwetter vorausgesetzt - zum Köglhörndl und Hundsalmjoch in den Brandenberger Alpen gehen. Also nicht auf den vielbegangenen und mit seiner tollen Rundumsicht glänzenden Pendling, sondern auf zwei benachbarte Gipfel. Nachstehend die Tourdaten: Treffpunkt: Mettenheim, Parkplatz an der Waldstraße Abfahrt: 7.30 Uhr Rückkehr: ca. 18.30 Uhr Fahrtdauer: 1 ½ Std. Ausgangspunkt: Gasthaus Schneeberg (Thiersee, Ortsteil Mitterland) Höchster Punkt: Köglhörndl (1.645m), Hundalmjoch (1.637m) – Höhenmeter: ca. 900m Parkplatz Gasthaus Schneeberg (980m) über Jochalm (1.290m) zum Höhlensteinhaus (1.230m) in ca. 1 ½ Std. Aufstieg vom Höhlensteinhaus zum Köglhörndl (1.645m) in ca. 1 ½ Std. Gratwanderung vom Köglhörndl zum Hundsalmjoch (1.637m) in ca. 1 Std. – Achtung: ca. 20 min. vor dem Hundalmjoch beim Gänskragen (1.530m) ist ein kleiner steiler Abstieg durch Drahtseile gesichert (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich). Abstieg über Hundsalm, Köglalm zum Parkplatz (ca. 3 Std.) Gesamtgehzeit: ca. 7 Std. Einkehr: Höhlensteinhaus, Gasthaus Schneeberg (Parkplatz) Tourenführer: Michael Hinweis: bei dieser Tour könnte mit einem gewissen Aufwand an Zeit und Streckenlänge noch eine Eis- und Tropfsteinhöhle besichtigt werden – dies ist aber nur innerhalb einer offiziellen Führung möglich (Kosten 6 € für Erwachsene, Dauer: 30 Min). In einer größeren Gruppe ist eine Voranmeldung notwendig. Anmeldungen zur Tour bitte bei Michael Haferkorn unter m.haferkorn@t-online.de (bitte mit Hinweis, ob Ihr die Eishöhle besichtigen wollt).
Geschrieben von Michael am Sonntag, 05. Juni 2016

Die zweite Bergwanderung unserer Doppeltour (26. Mai zum Brünnstein) führte 14 LG-Wanderer auf einen bekannten Chiemgauer Aussichtsgipfel, den Hochfelln. Aber nicht von Norden und schon gar nicht mittels Seilbahn, sondern von Südosten ab Ruhpolding-Staudigl.
Karl als Tourenleiter führte uns in gut 2,5 Stunden an der Glockenschmiede vorbei, entlang des rauschenden Thoraubaches steil empor über die Fahrnböden- und Fellnalmen weiter zum Gipfelanstieg (Serpentinen) des Hochfelln. Ein grandioser Rundumblick, ob von der Kapelle, vom Gipfelkreuz oder vom Hochfellnhaus - die umliegende Gipfelschau zog uns in ihren Bann.
Und etwas Promi-Feeling war uns auch vergönnt, denn Andi Stitzl (Biathlon-Co-Trainer der Herren mit dem Hang zur akustischen Motivation) begelitete seinen Sohn, der auf der Ziach zur Maiandacht aufspielte.
Zurück ging es in zwei Stunden über den Kamm der Thorauschneid, zwischen Thorau- und Weißgrabenkopf zu den Thoraualmen und auf einer Almstraße zum Parkplatz bei der Staudiglhütte.
Geschrieben von Michael am Samstag, 28. Mai 2016

Gleich 19 Bergwanderer (!) wollten bei der Eröffnungstour 2016 dabei sein und sich am Feiertag eine viereinhalbstündige Bergtour mit mehr als 1.000 Höhenmetern zum Oberaudorfer Hausberg, den Brünnstein, nicht entgehen lassen.
Von der Mühlau, die wird nur durch eine Umleitung durch Kiefersfelden erreichen konnten, stiegen wir über die Rechenau teilweise recht steil in knapp 2 Std zum Brünnsteinhaus. Trotz schönem Biergarten wollte keiner der Bergsteiger auf der Hütte verweilen (ein gewisser Ehrgeiz war unverkennbar): 14 Bergsteiger gönnten sich gleich einen interessanten Klettersteig (benannt nach dem Erbauer des Brünnsteinhauses: Dr.-Julius-Mayr-Klettersteig) und 5 Bergwanderer stiegen über den alternativen Bergsteig in Richtung Gipfelkapelle hinauf.
Einhellig war die Meinung, dass der Klettersteig keine zu großen Anforderungen stellte, denn der Anstieg für die gut 300 Höhenmeter ist durch Eisentreppen und -Bügel sowie Drahtseilen erleichtert. Auch der Alternativweg bot keine Schwierigkeiten, nur die letzten 30 Höhenmeter ging es an Hand von Drahtseilen durch schrofige Felsen zum Gipfelkamm. Die 2,5-stündige schon schweisstreibende Aufstieg wurde durch eine traumhafte Rundumsicht von dieser markanten Felsbastion belohnt.
Der Rückweg über den felsigen (Drahtseil) Pfad und den breiten Fahrweg zum Parkplatz in der Mühlau unterbrachen wir durch eine kurze Getränkerast am Brünnsteinhaus. Im historischen Wirtshaus "Weber an der Wand" (frühere Einsiedelei, seit 200 Jahren - mit Unterbrechungen - eine angesagte Gastwirtschaft) ließen wir den sonnigen Wandertag ausklingen.  Zudem bekamen wir noch etwas Anschauungsunterricht was Klettern heißt. Zwei ambitionierte Kletterer nutzten den überhängenden Felsen zu mehreren Trainingsaufstiegen, was für den bequemen Wanderer durchaus beeindruckend war. (Michael)

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