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Artikel zur Kategorie: Bergwandern


Geschrieben von Michael am Dienstag, 24. Juni 2014

Ideales Wetter, eine wunderschöne 6-stündige Rundwanderung mit gleich zwei Gipfeln, blühenden Wiesen und eine zünftige Brotzeit am Gipfel sowie eine wohlverdiente Einkehr in der Hofalm kennzeichneten unsere sog. zweite Vorbereitungstour für unser diesjähriges "Karwendelabenteuer" vom 4. bis 7. August 2014.

Von der Festhalle in Hohenaschau führte uns (6 LG-Bergwanderer) ein gut begehbarer Weg durch den Wald in gleichmäßiger moderater Steigung zur Ellandalm und weiter etwas steiler über einen Grashang in eine Waldschneise hinauf, abermals durch einen Wald bis zur Angereralm. Kurz darauf treffen wir auf den Weg von Hainbach und nach weiteren 250 Höhenmetern gelangen wir an den Sattel zwischen Zinnenberg und Klausenberg. Nachdem die mehr als 100 Jahre alte, aber schon leicht verfallen ausschauende Klausenhütte nicht zur Brotzeit einlud, meisterten wir noch die 15 Minuten bis zum Gipfel des Klausenbergs (1.554m). Nach dem obligatorischen Gipfelfoto gönnten wir uns unsere selbst mitgebrachte Brotzeit und genossen tolle Ausblicke auf Geigelstein, Kampenwand, Sims- und Chiemsee, Hochries.

Gut gestärkt wanderten und "kraxelten" wir in einer halben Stunde auf unseren 2. Gipfel, den Predigtstuhl (1.494m) - natürlich mit Gipfelfoto - und anschließend über Abergalm und Laubensteinalm ging es auf einem breiteren Forstweg in Richtung Hofalm.Ein rechts abzweigendender kleiner Pfand führte uns an einem alten Kalkbrennofen vorbei zur einfach bewirtschafteten Hofalm (970m), an der wir noch einen gemütlichen und schattigen Platz im Gastgarten fanden. Nach Kaffee- und Kuchenpause gelangten wir auf einem steilen Weg in 45 Minuten nach Hohenaschau zum Parkplatz.

Herzlichen Dank an Tourenführer Karl für die aussichtsreiche Klausenrunde! (Michael)

Geschrieben von Michael am Mittwoch, 04. Juni 2014

Erste Vorbereitungswanderung für unsere Karwendeltour führte 9 LG-ler auf die Hörndlwand und Gurnwandkopf

Unsere viertägige Karwendeltour (4.8. bis 7.8.) will auch sportlich gut vorbereitet sein. 9 Bergfexen folgten daher dem kurzfristig geänderten Vorschlag von Tourenführer Karl (danke!) für eine mittlerschwere rd. fünfstündige Bergwanderung mit über 1.100 HM auf die markante und beliebte Hörndlwand (1.684m) und den nicht minder markanten Gurnwandkopf (1.691m).

Anstelle der viel begangenen Route von Seehaus wählten wir den wenig begangenen Anstieg von Weitsee aus, der uns anfänglich auf einem morastigen Wirtschaftsweg (die starken Regenfälle der Vortage lassen grüßen) zu einem schmalen Steig führte (mit gelber Markierung). Durch dichte Buchen- und Fichtenwälder, der allmählich einen tollen Blick abwärts zum Weitsee bot, gelangten wir zur Hochfläche des Seehauser Kienberges. Enzian und Trollblumen zierten die Wiesenflächen, die wir durch Latschengassen zum ersten Gipfel der Hörndlwand verließen. Nach dem obligatorischen "Berg Heil" und dem einen oder anderen Gipfelfoto ging es in rd. 30 Minuten weiter zum weniger bekannten, aber ebenso aussichstreichen Grunwandkopf. Eine tolle Rundumsicht (Kampenwand, Hochgern, Hochfelln, Wilder und Zahmer Kaiser, Untersbergkopf) entschädigten uns für den mühevollen, aber von allen Bergwanderern bravourös gemeisterten Anstieg. Bei unserer kräftigen Brotzeit wurde schon intensiv die vor uns liegende viertägige Karwendeltour besprochen. Die Vorfreude auf vier ereignisreiche Wandertage steigt allmählich.

Doch nicht ganz erwartet überraschte uns beim Abstieg in Richtung Weitsee ein kleiner Schauer mit Graupeln, aber wir waren trotz des kurzen Wetterumschwungs gut gerüstet.

Eine kurzweilige Einkehr gönnten wir uns auch noch in der neu errichteten Alm im Bereich des Rupoldinger Biathlonzentrums zum Ausklang dieses herlichen Bergtages - sogar wieder mit Sonnenschein (Michael).

Geschrieben von Michael am Dienstag, 04. März 2014

Tourenführer Karl suchte für uns einen wenig bekannten Gipfel und stolze tausend Höhenmeter für unsere zweite LG-Schneeschuhtour aus: den Weitlahnerkopf (1.615m) bei Schleching, eingebettet zwischen Geigelstein im Süden und der Kampenwand im Norden. Leider haben wir an diesem ungemein benebelten Faschingssonntag diese beiden bekannten Chiemgaugipfel nicht zu Gesicht bekommen - und eine reine Schneeschuhtour war angesichts der Frühlingstemperaturen im Winter 2014 in der unteren Hälfte nicht möglich.

Von Mühlau bei Schleching zog sich zunächst ein mäßig ansteigender Forstweg durch Mischwald empor zur Blasi-Alm. Das herabgefallenen Laub raschelte wie im Spätherbst - verkehrte Jahreszeiten! Je höher die 10 LG-ler stiegen umso mehr Schneereste begleiteten uns auf dem Schlechinger Wanderweg, aber umso nebliger wurde es auch um uns herum. Leider waren sowohl der Berg- als auch der Talblick in dieser Waschküche nicht möglich. Zur Hälfte unseres Anstiegs konnten wir endlich unsere Schneeschuhe anlegen, dafür war nun die Orientierung kaum mehr möglich - ausgeliefert dem Garmin von Steffen und dem Oriemtierungssinn von Tourenguide Karl. Schließlich fanden wir in dem dichten Nebel die (nicht bewirtschaftete) Haidenholzalm. Die letzte knappe Stunde zum Gipfel verlangte uns dann noch einiges ab, denn es ging nun steilst nach oben (Gott sei Dank war noch etwas Kondition vom Vorjahr da). Aber so konnten wir die 1.000 HM auch in 2,75 Stunden gut meistern und die mitgebrachte Brotzeit (mit Weizenkorn garniert) schmeckte uns am Weitlahner umso besser.

Nach den obligatorischen Gipfelfotos und einer ausgedehnten Gipfelrast ging es in 2,25 Std. ähnlich dem Anstiegsweg wieder steil auf stark hängenden Traversen bergab zur Haidenholzalm und über die Blasialm zum Parkplatz. Mit einer gemütlichen Einkehr belohnten wir uns im nahen Gasthaus "Kampenwand".

Geschrieben von Michael am Mittwoch, 15. Januar 2014

Ziel unserer 1. Schneeschuhtour im neuen Jahr war einer der schönsten Aussichtsgipfel der Chiemgauer Alpen, das Fellhorn (1.765m) mit seiner gewaltigen Fernsicht auf die Bayer. Voralpen, Berchtesgadener Alpen, Loferer- und Leoganger Steinberge sowie das Kaisergebirge.

Von Blindau aus nutzten die fünf Tourenteilnehmer des LG als Aufstiegshilfe die Auffahrtmöglichkeit per Großraumtaxi (5 € pro Person/Fahrt), um zur noch in den Wolken und im Nebel liegenden Hindenburghütte zu gelangen. Ab dem Alpengasthof ging es gleich per Schneeschuh auf geringen Alt-Schneeresten über einem Winterwanderweg zu einer gespurten Loipe, der wir für einige hundert Meter am Rande folgten. Und so langsam bahnte sich schon die ersehnte Sonne durch den wolkenverhangenen Himmel und wir spürten schon, welche Kraft in ihr steckt. Allen, die an unserer diesjährigen Premierentour nicht teilnehmen konnten, sei versichert, dass sie eine überaus aussichts- und sonnenreiche Schneeschuhtour verpasst haben. Die noch spärlich frequentierte Loipe verließen wir gemäß den DAV-Skiwander-Markierungen in Richtung Rührkübeltal. Nur hier mussten wir die ein oder andere kurze Passage ohne schneeigen Untergrund meistern, aber ansonsten fanden wir eine geschlossene Schneedecke vor, die teilweise sogar bis zu 60cm betrug. Über eine kurze Steilstufe gelangten wir über die Eggenalm mit kleiner Kapelle zum davon unweit liegenden Straubinger Haus (1.551m). Unser ursprünglich anvisiertes Ziel hatten wir somit nach knapp 1½ Stunden bereits erreicht. Da heute alle Tourenteilnehmer mit einer ausgezeichneten Kondition glänzten, wollte die Gruppe unbedingt einen Gipfelsieg – das Fellhorn war hierfür geradezu prädestiniert. Auf dem Westanstieg (Sommerweg) stiegen wir durch die steilen Westhänge und weiter auf einer weniger steil ansteigenden Querung hinauf auf die Gipfelhochfläche und anschließend in 45 Min. zum weithin sichtbaren Gipfelkreuz. Auf knapp 1.800m Höhe verwöhnte uns zwar die Sonne, während die Täler noch in dichtem Nebel gehüllt waren, aber ein eisiger frischer Wind ließ uns nach den Gipfelfotos den 30-minütigen Rückweg über die Nordflanke und den Brunellenkogel antreten. Auf der windgeschützten Sonnenterrasse des Straubinger Hauses genossen wir bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Frühlingstemperaturen unsere kleine Brotzeit, bevor wir zum Kaffeetrinken in einer guten Stunde zur Hindenburghütte auf dem DAV-Skiwanderweg abstiegen.

Dank an Organisator und Tourenleiter Ade für die tolle Schneeschuhtour. (Michael)

Bilder (von Gerhard und Michael) sind in der Galerie eingestellt.

Nächste Schneeschuhtour: für Ende Februar/Anfang März geplant. Allerdings schnee- und wetterabhängig.

Geschrieben von Michael am Samstag, 05. Oktober 2013

Traumhaftes herbstliches Bergwanderwetter begleitete unsere gut sechsstündige Bergtour mit 1.350 Höhenmetern vom Parkplatz Hintersee auf das fast 2.500m hohe Kammerlinghorn am Ende des Hochkalterstocks.

Bei lediglich 2°C, aber tiefblauem Himmel starteten wir vom Wanderparkplatz zunächst im gut besetzten Almbus in Richtung Hirschbichl (Ausstieg Bindalm). Mit der imposanten Reiteralpe (Ramsauer Dolomiten) im Rücken stiegen wir allmählich an der Bindalm vorbei bis zur unbewirtschafteten Mittereisalm und anschließend steiler empor durch eine Rinne zur Mooswand. An der Mooswand entlang führte der Steig zum Karlboden und über den Westrücken zu unserem ersten Gipfelkreuz am Karlkogel (2.195m, Karlkopf). Durch eine Latschenkiefergasse und anschließend in zahlreichen Serpentinen brachte uns der Steig zum Kammerlinghorn (2.484m mit Gipfelkreuz). Dieser Grenzberg zwischen Bayern und Salzburg besticht durch seine traumhafte Rundum- sowie idealer Fernsicht. Die Hocheisspitze ist zum Greifen nah, nur ein Klettersteig (III) trennt uns von ihm. Die Leoganger und Loferer Steinberge, das Steinerne Meer sowie der Hochkönig, die Hohe Tauern im Hintergrund - einfach zum Genießen und zur Seele baumeln lassen. Beeindruckend auch der Tiefblick zum Zeller See und ins Pinzgau sowie auf die Gipfel der Kitzbüheler Alpen.

Nach einer ausgiebigen Gipfelrast mit kräftiger Brotzeit führte uns der Abstieg wieder bis zum Karlboden - von hier ging es links weg, steil und etwas rutschig (wurde Ingrid leider zum Verhängnis: Bänderriss) durch den Wald, anschließend über Almwiesen zur Kammerlingalm (1.274m) und von dort auf einer Forststraße nach Hirschbichl (1.153m). Bei Kaffee und Kuchen sowie einem Bierchen ließen wir den wunderbaren Bergtag (außer Ingrid`s Verletzung) im Gasthof Auzinger ausklingen. (Michael)

Bilder sind online.

Geschrieben von Michael am Donnerstag, 15. August 2013

Beinahe optimale Wettbedingungen fanden wir (Christl, Manuela, Ingrid, Karl, Georg, Ludwig und Michael) bei unserer viertägigen Watzmanntour vor, nur der Abstieg nach St. Bartholomä war leider etwas verregnet.

Eine herausfordernde, hochalpine Tour inmitten des traumhaft schönen Nationalparks, die zudem sehr abwechslungsreich war: Isidor-Klettersteig, Watzmann-Überschreitung, Wimbachklamm, atemberaubende Tiefblicke, imposante Felsaufbauten, karge Landschaften, herrliche Blumenwiesen, verspielte Murmeltiere, kühlende Bergseen, reichliche Einkehr, kaum Schlaf und 27 Stunden Bergsteigen mit rd. 3.500 Höhenmetern.

Tag 1: Vom Königssee unweit der Bob- und Rodelbahn und entlang des Klingerbachs gewöhnten wir uns auf den ersten steilen Anstiegen an unser Gepäck für die kommenden vier Tage. Christl und Manuela sowie Georg, Karl und Ludwig meisterten zum Eingewöhnen gleich den Isidor-Klettersteig zum Grünstein (1.304m), während Ingrid und Michael durch die Weiße Wand zum Grünsteingipfel wanderten. An der Grünsteinhütte stärkten wir uns für den noch dreistündigen Weg (mit kurzer zehnminütiger ausgesetzter Kletterei und vielen Serpentinen) zum Watzmannhaus (1.930m). Atemberaubend wie die Sonne langsam hinter dem Gebirgsstock des Hochkalters verschwand. Leider fanden wir in der zu kleinen Gaststube kein gemeinsames Plätzchen und die Warteschlangen bei Quartierbezug und Verpflegungsausgabe trugen auch nicht zur Entspannung bei. Zwar hatte sich die Wasserknappheit etwas gemildert, aber von einem Hotelaufenthalt waren wir weit entfernt. In einem gefühlt 50-Mann-Lager (und dreißig Schnarchern) fanden nur wenige von uns Schlaf und Ruhe.

Tag 2: Das Highlight der Tour stand an! Die ultimative Überschreitung des berühmten Großen Watzmanns mit Hocheck, Mittel- und Südspitze (2.712m). Aber erst nach einem passablen Frühstück und einem Geburtstagsständchen für unsere Christl. Happy Birthday! Ingrid und Michael veranschiedeten sich von den "Watzmännern" über die Falz-, Mitterkaser- und Stubenalm zur Wimbachklamm und ins Wimbachtal über das Wimbachschloß zur Wimbachgrieshütte (1.327m). Beide warteten auf die erfolgreichen Überschreiter des Watzmannstocks. Zwar dauerte das Warten etwas länger als vorgesehen, umso freudiger ist man, wenn alle gesund und stolz von dieser erlebnisreichen, herausfordernden Bergtour in schwindelerregender Höhe zurück sind (der Rettungshubschrauber war leider auch unterwegs!). Nur mehr eine heiße Gulaschsuppe und etwas Brot blieb unserem fünfköpfigen Watzmann-Bergteam, aber der Flüssigkeitsverlust konnte gerade noch ausgeglichen werden. Die familiärere Wimbachgrieshütte der Naturfreunde kann wirklich empfohlen werden.

Tag 3: Nach einem gemütlichen Frühstück mussten wir Georg (wegen einer wichtigen Stadtratssitzung) ungern Richtung Wimbach verabschieden. Aber die 6-Stunden-Tour zum Kärlingerhaus war nach den Anstrengungen des Vortags mit vielen Gipfeln eine willkommene Abwechslung, aber durchaus auch anstrengend, vor allem aber ein toller Augenschmaus.
Vom Wimbachgries stiegen wir 400 Hm zum Trischübel hinauf (und entschlossen uns auf den Gipfel des Hirschwieskopfes zu verzichten) und gönnten uns mit Blick auf die Südspitze des Watzmanns eine erste Brotzeit. In der Hundstodgrube erlebten wir junge Murmeltiere beim Tollen und nicht verschreckte Gämsen. Beim Hundstodgatterl erreichten wir unseren höchsten Punkt am dritten Tag (2.188m) und auf dem Weg durch das Steinerne Meer, einer sehenswerten Karsthochfläche, fanden wir auch einige Edelweiß. Auf dem herrlichen Weg in Richtung Kärlingerhaus gab es zudem reichlich Blumen (z.B. Arnika, Almrose) zu bewundern. Am Kärlingerhaus (1.631m) angekommen nutzten Manuela und Ludwig die Bademöglichkeit im wunderschön gelegenen Funtensee, der heute sicher keine Kälterekorde aufstellte. Zwei kleine Lager (für 2 und 4 Personen) ließen uns an den Trubel am Watzmannhaus nicht mehr denken ...

Tag 4: In der Nacht wurde wir zweimal von Gewittern und Starkregen geweckt. Unseren ursprünglichen Abstiegsplan über den Grünsee und den Sagereck (Drahtseilversicherungen) verwarfen wir daraufhin und wollten über die sog. Saugasse zum Königssee absteigen. Leider zogen vom Königssee schon dichte Wolken empor, die zudem noch kräftigen Regen mit sich brachten. Gut, dass wir alle bestens ausgerüstet waren! Den schmal geschnittenen, steilen Graben der Saugasse gingen wir in über 30 Serpentinen hinunter, bevor wir in einen verwunschenen Märchenwald kamen. Nach der nicht bewirtschafteten Schreinbachalm folgten wir dem steil abschüssigen Weg zum herrlichen Königssee. Im Wirtshaus in St. Bartholomä und auf der Schifffahrt zur Seelände ließen wir die unvergesslichen vier Tage ausklingen.

(Michael)

Geschrieben von Michael am Montag, 22. Juli 2013

Sonne pur - nur vereinzelt zeigten sich ein paar "ungefährliche" Wolken - und ein angenehmer Luftzug begleiteten uns bei der sechsstündigen Drei-Gipfel-Rundtour im Wendelsteingebiet auf der wir 900 Höhenmeter meisterten.

Leider beteiligten sich nur 5 LG-Bergfexen bei dieser sonnen- und aussichtsreichen Rundtour im Mangfallgebirge - aber: wir durften mit Erna und Ahmed sogar zwei gut trainierte Neulinge in unserer Bergwandergruppe begrüßen. Diese gut zu gehende, mittelschwere und relativ wenig begangene Wanderung über drei dem Wendelstein vorgelagerten Gipfel (Mitterberg, Rampoldplatte, Hochsalwand) hätte durchaus ein paar Teilnehmer mehr verdient gehabt.

Vom Parkplatz im Jenbachtal (Anfahrt von Bad Feilnbach) führte uns ein Wanderweg (eher zu empfehlen: Eggersteig) in 1 Stunde und fast 400 Hm auf den Gipfel des Mitterbergs (1.214m). Bereits von dieser unauffälligen Graskuppe (mit Gipfelkreuz) ist ein herrlicher Rundumblick möglich, der allerdings durch das diesige Wetter eingeschränkt war (Chiemsee war nicht zu sehen). An der Schuhbräualm (Berglaufziel Anfang August) und Rampoldalm vorbei folgten wir einem schmalen Pfad über Wiesenhänge bis zum Gipfelkreuz der Rampoldplatte (1.422m). Für unsere erste Brotzeit unweit des Gipfels suchten wir uns ein schattiges Plätzchen. Nachdem schon der kurze steile Abstieg von der Rampoldplatte die Zuhilfenahme beider Hände erforderte, wurde der Anstieg zur Hochsalwand noch etwas anspruchsvoller (nach unserer Einschätzung wohl aber keine schwarze Wegmarkierung notwendig). Schrofiges steiles Gelände, hohe Steinstufen und Drahtseilversicherungen machten in dieser 30-minütigen Passage unsere Wanderstöcke überflüssig. Vom Rücken der Hochsalwand schließlich führte uns ein schmaler Pfad durch Latschen zum Gipfel der Hochsalwand (1.624m) mit herrlichem Rundumblick und schon einigen Berggenießern. Auch der berühmte Wendelstein mit der Zahnradbahn-Trasse rückte uns immer näher. Eine kleine Gipfelbrotzeit stärkte uns für den Abstieg zur Reindleralm, in der wir kurz einkehrten und sowohl mit einheimischen Wanderen small talk hielten als auch mit der Sennerin Elisabeth und der Bäuerin samt ihrer beiden kleinen Söhnen. Über einem bewaldeten Hang stiegen wir in Serpentinen einen bewaldeten Hang hinunter bis zum aufgekiesten Geo-Trail. Ein kleiner Abstecher unserer Rundtour führte uns kurz vor dem Parkplatz im Jenbachtal zur Wirtsalm und genossen im Biergarten Kaffee und Kuchen, Süßes und Saures.

Insbesondere der sich ändernde, sehr imposante Blick zum Wendelstein gab der Tour eine besondere Note.

Bilder sind online.

 

Geschrieben von Michael am Dienstag, 18. Juni 2013

Koasamarsch am 17. Juni 2013 – LG Mettenheim mit Pokal ausgezeichnet

Bei der etwas anderen Bergwanderung, der 44. Auflage des internationalen IVV-Koasamarsches waren wir mit 7 Bergwanderern dabei. Während wir uns zu sechst auf den 20 km langen Koasamarsch machten, gönnte sich Christl sogar den Koasamarathon mit 42km und beträchtlichen 1.460 Höhenmetern. „Schön war’s“ mailte sie „schön anstrengend!“. Aber nicht nur für Christl.

Für uns ging es zunächst von Ebbs aus in östlicher Richtung auf einer Asphaltstraße in Richtung der weithin sichtbaren Wallfahrtskirche St. Nikolaus und zum Fuße des Zahmen Kaisers. Im kühlenden Wald führte uns ein lehmiger und lettiger – wie der Einheimische sagt – steiler Steig aufwärts. Und unser Schweiß floss in Strömen – nicht gerade die angenehmsten Bedingungen für unsere drei neuen Bergfexen Andrea, Doris und Gabi. Kurze Stärkungen und Fotostopps wie an der Gedenkstelle „Musikantenrast“ gönnten wir uns hin und wieder. Eine kurze Drahtseil gesicherte Passage mit dem unterhalb liegenden Schneefeld bot uns etwas Abwechslung. Allmählich wurde der Wald lichter, die Felsaufbauten rückten näher und nach rd. 3 Stunden und knapp 900 Höhenmetern erreichten wir die wunderbar gelegene Vorderkaiserfeldenhütte (1.388m) mit einem Alpenpflanzengarten. An der höchsten Stelle der Tour holten wir uns neben dem Kontrollstempel auch lauwarmen gesüßten Tee und erfrischende Apfelspeitel. Eine ausgiebige Rast auf der Sonnenterrasse mit herrlichem Blick auf die berühmten Kletterberge des Wilden Kaisers entschädigte für die doch beträchtlichen Anstiegsstrapazen. Von nun an ging‘s bergab: gleich 900 Höhenmeter, vorbei an der Ritzaualm und dem Veitenhof führte uns eine gekieste Forststraße zum Kaisertaleinstieg in Kufstein-Eichelwang. Am nahegelegenen Kieswerk bzw. an der Einfahrt zum 2008 eröffneten und 823m langen Anna-Tunnel war die zweite Kontroll- und Labestelle eingerichtet. Von hier an brachte uns ein schattiger Wanderweg entlang des Fußes des Zahmen Kaisers in Richtung Ebbs. Auf dem abschließenden Kilometer durften wir noch die Ruhe im Örtchen Ebbs genießen und die schön heraus geputzten Bauern- und Ferienhäuser bestaunen.

Knapp 8 Stunden nach dem Start in Ebbs waren wir wieder bei Start und Ziel an der Schule eingetroffen. Obwohl das Blaskonzert und die Ehrung bereits vorüber waren, erhielten wir als einer der teilnehmerstärksten Vereine noch einen Pokal als Andenken an unsere Strapazen überreicht. Knapp 900 Höhenmeter – so viele wie noch nie – für Gabi, Doris und Andrea. Ihren Bergsteigerkarrieren steht nun nichts mehr im Weg! (Michael)


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» Substance: pragmaMx » Style: Ahren Ahimsa